Produktion: Der Menschenfeind / Inszenierung: Bernd SeidelProduktion: Der Menschenfeind / Inszenierung: Bernd SeidelProduktion: Der Menschenfeind / Inszenierung: Bernd SeidelProduktion: Der Menschenfeind / Inszenierung: Bernd Seidel

2009

Pressestimmen

Argwöhnischer Wahrheitsfanatiker

Ein überzeugendes, sehr bewegungsfreudiges Ensemble spielt die Komödie als grell-bunte Tragödie

JOHANNES JOOSS, Süddeutsche, 06.07.09

Vorläufer des Sturm und Drang

Bernd Seidel setzt in der Inszenierung von „Der Menschenfeind“ voll auf Tempo

… Als solchen spielt ihn Patrick Gabriel in der von Bernd Seidel voll auf Tempo gesetzten Inszenierung, die - als Freilichtaufführung - gedacht, auch im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus ein anderes kühleres Outfit bekommt, nichts aber an Spannung, Straffheit und Theaterspannung einbüßt. …

… Als gehe es um sein Leben, stürzt sich der junge Schauspieler in seine Rolle, und so spielt er einen Vorläufer des späteren „Sturm und Drang“. …

… Eine tragische Figur, der Seidel und Gabriel eine explodierende Wucht verleihen. …

… Vielleicht ist gar nicht Alceste die tragische Figur, sondern sein aufopfernder Freund Philinte. Tristan Fabian spielt ihn eindrücklich und menschlich. Sandra Heuers Célimène gibt ein ganz und gar geschmeidiges Weib. Keine, die sich nimmt, was sie will, sondern eine, die den anderen zum Fraß vorwirft, was denen schmeckt. Alle wollen sie, Alceste auch. Das Publikum liebt Acaste alias Georg Bütow wegen seiner Selbstverliebtheit. Ein kesses Charakterporträt liefert Rita Schlesinger-Spies, und Norman Sonnleitners Oronte überzeugt als Schwätzer. Vor der klugen Eliante von Katja Schanz muss man sich verneigen.

MANFRED STANKA, Münchner Merkur, 07.07.09

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